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Ein Fest der Vielfalt und Begegnung

Autorenbild: Soziokultur
Soziokultur
vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 16 Stunden

Das SPAZIO-Fest brachte am Samstag, 26. September, Menschen unterschiedlichster Herkunft und Generationen im Alten Spital zusammen. Bei schönstem Wetter, vielfältiger Kulinarik, anregenden Gesprächen und zwei Konzerten wurde das Haus zu einem lebendigen Ort der Begegnung.


SPAZIO-Fest

Einen eindrücklichen inhaltlichen Auftakt setzte Atina Tabé mit ihrem Beitrag zum Thema «Rassismus & Heimat». Ausgehend von persönlichen Erfahrungen zeigte sie auf, wie Rassismus einen Menschen auf ein Merkmal reduziert und das Individuum dahinter unsichtbar macht. Besonders bewegend war ihre Schilderung, welche heilende Wirkung es haben kann, wenn sich eine verantwortliche Institution nach einer rassistischen Erfahrung bedingungslos entschuldigt: Der betroffene Mensch wird wieder gesehen.


In der anschliessenden Podiumsdiskussion, moderiert von Maryam Sediqi von AWAS, sprachen vier Frauen mit Migrationsgeschichte über Chancen und Herausforderungen beim Ankommen, über Heimat und Zugehörigkeit. Rund 90 Personen verfolgten den Beitrag und das Gespräch. Ein wichtiges Anliegen des Abends wurde dabei spürbar: migrantischen Perspektiven möglichst viel inhaltlichen Raum zu geben.


Einen weiteren Akzent setzte die Ausstellung von 45 Schülerinnen und Schülern des Integrationsjahrs. Gemeinsam mit der Fachstelle Integration hatten sie sich mit dem Thema Heimat beschäftigt und ihre persönlichen Sichtweisen sichtbar gemacht. So war das SPAZIO-Fest nicht nur ein fröhliches Fest, sondern bot auch Raum zum Nachdenken und für den gemeinsamen Austausch.


Bei warmem Herbstwetter verlagerte sich das Geschehen anschliessend in den Garten. Der Club Marocain, die Asociación de Familias y Padres de Alumnos Solothurn sowie die afghanische Community Solothurn und Region verwöhnten rund 120 Gäste mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot. Auch hier gehörte der Raum bewusst den beteiligten Communities: ihren Gerichten, ihren Geschichten und ihrer Gastfreundschaft. In entspannter Atmosphäre wurde gegessen, erzählt, gelacht und Neues entdeckt.


Am Abend sorgten zwei kostenlose Konzerte im Gewölbekeller für einen stimmungsvollen Abschluss: Maqsood Sadid und Hafiz Hamnawa begeisterten mit afghanischer Musik, Hermanos Perdidos mit einer energiegeladenen Mischung aus World, Latin und Punk.


Unter den Gästen waren neu Zugezogene ebenso wie alteingesessene Solothurnerinnen und Solothurner, Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, freiwillig Engagierte, Behördenmitglieder, Menschen aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden sowie viele spontane Besucherinnen und Besucher. Gerade diese Vielfalt machte die besondere Atmosphäre des Festes aus.


Das SPAZIO-Fest war zugleich ein Pilotprojekt: Der Garten, das Restaurant und weitere Räume des Alten Spitals wurden gemeinsam genutzt und zeigten, welches Potenzial ein künftiges Hausfest haben könnte. Die Erfahrungen werden nun ausgewertet. Ob und in welcher Form das SPAZIO-Fest 2027 weitergeführt werden kann, wird gemeinsam im Team geprüft. Der Wunsch, den entstandenen Raum für Begegnung und migrantische Perspektiven weiterzuentwickeln, ist da.


Ein herzliches Dankeschön gilt den beteiligten Communities, den Schülerinnen und Schülern des Integrationsjahrs, den Mitwirkenden auf der Bühne, allen Helferinnen und Helfern sowie den Teams aus Soziokultur, Kultur, Gastronomie und Seminaren. Ihr gemeinsames Engagement hat das SPAZIO-Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.



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